“X-Men: First Class” überrascht – und zwar positiv. Auch wenn er sich handlungstechnisch nicht nahtlos (einige winzige Kontinuitätsfehler sind vorhanden) an die älteren Filme anknüpft, ist Matthew Vaugh meiner Meinung nach der beste X-Men Film gelungen. Er traf nämlich die richtige Entscheidung und konzentrierte sich auf die Figuren und ihren Konflikten, sich selbst so zu akzeptieren wie sie sind. Dem Regisseur ist bewusst, wie albern so ein Superheldenfilm sein kann, nimmt dementsprechend die ein oder andere Fähigkeit auch mächtig aufs Korn und geizt auch nicht mit komischen Szenen. Mit James McAvoy und Michael Fassbender fand man auch die richtigen Schauspieler, die die Hauptrollen in solch einem im Vorfeld skeptisch beäugten Film würdig tragen können. Da wundert man sich auch nicht wenn man den Dialogen zwischen den beiden gespannter zusieht als den Action-Szenen. Die Effekte sind stellenweise etwas erschreckend schlecht und schluderig ausgefallen, was jedoch auf keinen Fall über die Qualität des Films hinwegtäuschen sollte, denn dieser ist auf jeden Fall sehenswert und gehört mit zu den besten von mir gesehenen Filmen des Jahres 2011.
8/10
Nuggi









